Willkommen bei der Bürgerinitiative
Baerler Busch!

Wir freuen uns, Sie als BürgerIn mit Herz für den Baerler Busch
über die aktuellen Entwicklungen zu informieren!


Fällmaßnahmen der Fläche C im März beendet


Das nächste Treffen

Die Bürgerinitiative Baerler Busch trifft sich am 
21. April 2026
um 20.00 Uhr.

Unser Treffen findet im Schwarzen Adler
(im "Stübchen") in Vierbaum statt.

Interessierte sind herzlich Willkommen!

Ihre Bürgerinitiative Baerler Busch

April 2026

Stellungnahme der Bürgerinitiative zu Aussagen des RVR über die Fällmaßnahmen 2026

Verschiedene Aussagen von Vertretern des RVR in jeweils einem Artikel in der RP vom 7. April und in der WAZ vom 9. April haben uns sehr verärgert; deshalb möchten wir zu diesen ZeitungSartikeln Stellung nehmen.

Herr Dr. Bieker sicherte bei den vorgestellten Planungen im November 2025 zu, dass Fällmaßnahmen nach Kriterien ökologischer Forstwirtschaft erfolgen werden. Das hätte  weniger Rückegassen und größere Abstände, sowie den Schutz bestimmter Bereiche mit alten Buchen bedeutet. Vor allem sollten jüngere Bäume und Roteichen gefällt werden. Die BI stimmte dem zu (vgl. die Infos weiter unten auf dieser Seite). In den Zeitungsartikel bekräftigt Dr. Bieker nun, dass der Baerler Busch schon immer forstwirtschaftlich genutzt worden sei. Das meiste Brennholz sei an Anwohner abgegeben worden (wir würden uns freuen, wenn diese Anwohner sich zur Bestätigung bei uns melden würden). Eine weitere Aussage Herrn Dr. Biekers ist, dass man heutzutage nun mal eben Maschinen und keine Rückpferde einsetzt – auch dem widersprechen wir. Um den Wald zu schonen werden schon lange wieder Rückepferde am Niederrhein in verschiedenen Wäldern eingesetzt. Dies ist dem RVR aber wahrscheinlich zu aufwändig und zu unbequem in der Handhabung. Ein weiteres Mal ist der Wald Fällmaßnahmen unterzogen worden, die so nicht abgesprochen waren. Auf Jahrzehnte ist der Baerler Busch so weiter geschädigt.

Der neue Förster Yannik Werdin versprach Transparenz bei Auszeichnungen, Terminankündigungen und Gesprächsangebote. Er hat zwar eine Anfrage der BI per Mail beantwortet, stand aber für einen intensiveren Austausch nicht zur Verfügung. Durch die schrittweisen Auszeichnungen konnte sich die BI kein Gesamtbild machen. Der tatsächliche Umfang übertraf die Ankündigungen deutlich! Es wurden zwar überwiegend jüngere Bäume gefällt, jedoch deutlich mehr als vereinbart. Neue Rückegassen (Maschinenwege) bzw. die sehr umfangreichen und nicht notwendigen Verlängerungen von Rückegassen wurden erst kurz vor den Maßnahmen markiert und anschließend neu angelegt oder in größerer Zahl verlängert . Der Abstand dieser Rückegassen liegt in den meisten Fällen unter dem vom RVR zugesagten Mindestabstand von 30 Metern, einige Male sogar unter 20 Metern (siehe unten). Besonders gravierend ist dadurch die Schädigung des Waldbodens durch schwere Erntemaschinen, die im feuchten Boden tiefe Furchen hinterließen und ihn massiv verdichteten.
Wir können nicht nachvollziehen, dass der RVR anmerkt, dass die Anwohner sich von uns nicht mehr vertreten fühlen. Wir stehen im regen Kontakt zu einem (fast immer gleichen) Teil der Bevölkerung, der sich immer wieder besorgt über das Vorgehen des RVRs und den Zustand des Baerler Buschs äußert. Diese Menschen sehen uns anscheinend sehr wohl als Ansprechpartner und Vertreter gegenüber dem RVR. 


Messergebnisse der Rückgassen von der Teilfläche C

Unsere Messungen zeigen eine starke Verdichtung des Bodens in den Rückegassen gegenüber dem umliegenden Waldboden. Viele dieser neuen Wege wären vermeidbar gewesen, da bestehende Rückegassen oder alternative Zufahrten hätten genutzt werden können. Alte Rückegassen wurden teilweise nicht genutzt, der Boden bleibt auch dort jedoch weiterhin geschädigt.

Anders als in den Vorjahren wurden Fällarbeiten trotz regnerischer Bedingungen durchgeführt, was die Bodenbelastung in der Fläche C zusätzlich erhöht. Besonders problematisch ist, dass Rückegassen von der Orsoyer Allee aus bis zu 200 Meter durch ungenutzten Wald führen, obwohl das Einschlaggebiet direkt über einen vorhandenen Waldweg erreichbar gewesen wäre. Dadurch wurden mehrere Hektar Waldboden vollkommen unnötig extrem verdichtet. Das Ausmaß dieser irreversiblen Schäden auf Jahrzehnte hat die BI tief erschüttert und lässt uns mit großer Besorgnis in die Zukunft schauen!


Abstände der Rückegassen (564 m Gesamtstrecke):

Unsere Messungen der Abstände der Rückegassen erfolgte im Bereich der Fläche C, die an die Orsyoer Allee anschließt und beginnt an der Gabelung von Orsoyer Allee und Mispelkampshuck: 14 m – 14 m – 30 m – 30 m – 77 m – 23 m – 25 m – 28 m – 28 m – 30 m – 27 m – 29 m – 29 m – 43 m – 27 m – 27 m

Breite je Rückegasse: mindestens 3,5 m

Fläche pro Rückegasse: 395 m × 3,5 m = 1.383 m²

15 Rückegassen: 20.745 m² ≈ 2 Hektar


Die BI wollte verhindern, dass der Baerler Busch zu einem regelmäßig abgeernteten Forst wird. Die Vielzahl breiter Maschinenwege lässt jedoch befürchten, dass genau dies für die Zukunft geplant ist. Dieses Vorgehen in einem kleinen, stark frequentierten Erholungswald trägt definitiv nicht zur Entwicklung eines klimaresilienten Waldes bei. Das angekündigte Umdenken hin zu einer ökologischen Waldnutzung (laut Dr. Bieker, RVR) hat nicht stattgefunden.

Die BI fordert weiterhin:
• Vorrang des Waldschutzes vor wirtschaftlicher Nutzung
• Eingriffe nach dem Minimalprinzip
• Minimierung der Rückegassen
• Bodenschonende Holzernte mit Rückpferden

Die Konsequenz nach diesem massiven Eingriff ist für uns allerdings die Forderung nach einem 20jährigen Aussetzen aller Fällarbeiten.


Ihre Meinung ist uns wichtig und interessiert uns!

Bitte teilen Sie uns mit, wie Sie die Durchforstung wahrgenommen haben:
bi-baerler-busch@web.de

Noch sind die Stamm-Lager wie auch Rückegassen auf der Orsyoer Allee auf der Höhe des Loheider Sees zu sehen.
Die BI freut sich auf rege Resonanz.


Ihre Bürgerinitiative Baerler Busch

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März 2026

Die letzten Fällarbeiten machen erneut sprachlos…

Die Bürgerinitiative Baerler Busch hat sich am ersten März-Wochenende mit Schrecken die Auswirkungen der aktuellen Durchforstung des RVR im Baerler Busch angesehen.

Überzeugen Sie sich selbst und machen einen Spaziergang im Baerler Busch!


Stand der Durchforstung im Baerler Busch vom März 2026

Ende letzten Jahres gab es eine Begehung mit einem Vertreter des RVR, dem neuen Förster, der für den Baerler Busch zuständig ist und der Bezirksvertretung zu der bevorstehenden Durchforstung. Die Fällplanung waren moderat, hauptsächlich sollten jüngere Bäume und Roteichen gefällt und Rückgassen reduziert werden, um den Waldboden zu schonen. Dazu hat die BI ihr Einverständnis gegeben.

Tatsächlich wurden aber neue Rückegassen (Maschinenwege) angelegt, sodass alle 20 Meter, teilweise sogar in geringerem Abstand, eine Rückegasse verläuft. Dazu wurden viele, teils auch alte Bäume geschlagen. Was aber besonders schwer wiegt ist die Schädigung durch die schweren Erntemaschinen, die in dem feuchten Waldboden tiefe Furchen hinterlassen und den Boden verdichtet haben. Hier sind wir über das Ausmaß der Zerstörung, die ja nicht mehr zu beheben ist, tief erschrocken.

Die BI wollte verhindern, dass der Baerler Busch zum Forst wird, der alle paar Jahre abgeerntet wird. Angesichts der breiten und langen Maschinenwege befürchten wir allerdings, dass der RVR genau das vorhat.

Dieses Vorgehen in einem kleinen, als Erholungswald stark besuchten Wald trägt nicht zur Erhaltung eines für den Klimawandel gestärkten und geschützten Waldes bei.

Wir sind tief enttäuscht über das Vorgehen des RVR und des neuen Försters. Das nach außen vermittelte Umdenken des RVR hin zu einer ökologischen Waldnutzung hat leider nicht stattgefunden.

 Die BI fordert nach wie vor:

• Vorrang des Waldschutzes vor wirtschaftlicher Nutzung

• Eingriffe nach dem Minimalprinzip

• Minimierung der Rückegassen

• Bodenschonende Holzernte

Die Konsequenz nach diesem massiven Eingriff ist für uns allerdings die Forderung nach einem 20jährigen Aussetzen aller Fällarbeiten.


Bei einer gemeinsamen Begehung am 10. November 2025 wurden u.a. im Detail seitens des RVR und ihrer Vertreter vor Ort folgendes Vorgehen bekräftigt: 

• Fällmaßnahmen entsprechend den Kriterien einer ökologischen Forstwirtschaft: Verringerung der Rückegassen und größerer Abstand zwischen den Rückegassen

• Bestimmte Bereiche mit alten Buchen werden von den Fällmaßnahmen ausgenommen 

• Fällung vornehmlich junger Bäume zur „Naturverjüngung“

• Auszeichnungen mit anderer Farbe, damit sie von den alten Auszeichnungen besser unterschieden werden kann

• bei Auszeichnungen volle Transparenz; Termine der Auszeichnungen; Angebot, Auszeichnungen zu besprechen 


Realität der Fällmaßnahmen

Durch die sukzessive vorgenommen Auszeichnungen konnte sich die BI kein Bild vom Gesamtumfang der Fällmaßnahmen machen: In ihrer Gesamtheit übertrafen sie deutlich den bei der Begehung beschriebenem Umfang.

Es wurden – wie abgesprochen - vornehmlich jüngere Bäume gefällt, allerdings deutlich mehr als abgesprochen

Die Auszeichnung der neuen Rückegassen mit roten Kreuzen erfolgte erst kurz vor den Fällmaßnahmen.

Es wurden eine beträchtliche Anzahl neuer Rückegassen angelegt, die zu einer zusätzlichen Zerstörung des Waldbodens führten.

Während in den letzten Jahren in regnerischen Zeiten auf Fällmaßnahmen verzichtet wurde, um den Boden nicht zu sehr zu belasten, erfolgten die Fällmaßnahmen in der Fläche C in einer regnerischen Zeit.

Die Markierung einiger alter Rückegassen wurde zwar übermalt und diese wurde bei den aktuellen Fällmaßnahmen nicht benutzt – dennoch bleibt der weitgehend zerstörte Boden auch in diesen alten Rückegassen.


Ihre Meinung interessiert uns:

Bitte teilen Sie uns mit, wie Sie die Durchforstung wahrgenommen haben:
bi-baerler-busch@web.de
Noch sind die Stamm-Lager wie auch Rückegassen auf der Orsyoer Allee auf der Höhe des Loheider Sees zu sehen.
Die BI freut sich auf rege Resonanz.


Die Geschichte des Baerler Busch   

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Mehrere Jahrzehnte Bodenzerstörung!

Schwere Forstmaschinen verdichten und zerstören die Waldböden auf Jahrzehnte. Mit dem Einsatz von Rückepferden wird der Boden in deutlich geringerem Maße belastet. 

Unsere Sicht: Ein durch Klimaeinflüsse unter Druck geratener Wald braucht Zeit, um sich zu erholen und sich den neuen Klimaverhältnissen anzupassen. Wir fordern ein Aussetzen der Bewirtschaftung und die Konzeption einer zukunftsfähigen Waldentwicklung, z. B. nach dem Lübecker Waldkonzept.
Und dazu gehören zu allererst der Einsatz von Rückepferden – auch zur sogenannten Verkehrssicherung!


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